Architektur in Chemnitz
Überblick
vor Industriezeit bis 1800
Industrie- und Gründerzeit
Klassizismus 1800-1870
Industriebau 1800-1870
Industriebau 1871-1939
Historismus und Jugendstil
- öffentliches Bauen
- Schulen
- Villen
- Wohnungsbau
- Kirchenbau
Unter Gründerzeit versteht man heute meist die Zeitspanne von Reichsgründung 1871 bis zu Beginn des 1. Weltkrieges. Die Inddustrialisierung hatte bereits begonnen, das Eisenbahnnetz (erste Linie Fürth-Nürnberg 1835) entstand, Zollgrenzen aus der Kleinstaaterei waren gefallen, viele Fabriken entstanden und meldeten Bedarf an Arbeitskräften.
Monumental wirkt noch heute das Gebäude der Strumpffirma Moritz Samuel Esche an der Goethestraße 5 (um 1886)
Der viergeschossiger Fabrikbau mit Turmaufbau an der Nordfassade wurde aufwendig mit gelbem Klinkerdekor versehen.
heutige Nutzung: Verwaltungsgebäude.

1875/84 Eisengießerei Carl August Richter Annaberger Str. 114 in Altchemnitz
Die ehemaligen Fa. Haubold erfuhr 1996 eine Umnutzung zum Einkaufszentrum ERMAFA-Passage; Carl Gottlieb Haubold gründete 1837 des Maschinenbauunternehmens, das durch seine SöBühne und Enkel zu Weltruhm gelangte; in Anbetracht dieser Vergangenheit erfolgte die Namensgebung Erste Chemnitzer Maschinenfabrik. Hier kann man sein privates Bierchen zapfen.
um 1904: Die ehemalige Mechanische Weberei Gebr. Goerlitz AG, Beckerstraße 11, heute unter anderem durch Brau & Boegen genutzt etwa_brau_und_boegen
Loftig ist nun die ehemalige Strumpffabrik Janssen (1905) an der Schloßstraße und der Chemnitz, seit 1999 ein gutes Beispiel für Neunutzung gut ehrwürdiger Bausubstanz.
Restaurant, Café und Bistro und Terrasse sind nicht nur den Mietern vorbehalten.
So lange die Weltwirtschaftskrise boomte, gab es statt Industriebau eher Industriebrachen. Erst Mitte nach 1935 änderte sich das - vorübergehend.
Das ASTRA-Werk in Altchemnitz steht für die Fabrikbauweise um 1930. Als Volkseigener Betrieb Buchungsmaschinenwerk wurde Ende der 1950er Jahre in rund 50 Länder exportierte. Heute wird es als Sitz des Regierungspräsidiums genutzt.
Eine Erweiterung der 1912 unter Erich Basarke im Neoklassizismus erbauten Wanderer-Werke erfolgte 1936 unter Wilhelm Kreis.
Berühmt wurde der 1927 durch Erich Basarke im expressionistischen Stil geschaffene Aufzugsturm von Schubert & Salzer.
1939 wurde das Verwaltungsgebäude der Böhme Fettchemie, dem Produzenten des ersten synthetischen Waschmittels "Fewa", nach Plänen von Kornfeld & Benirschke gebaut.
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