Was blieb vom mittelalterlichen Chemnitz?

Das Benediktinerkloster St. Marien auf dem Berge wurde vermutlich 1136 gegründet, 1143 bekam es Marktrechte verliehen. Die eigentliche Stadtgründung erfolgte aber wahrscheinlich erst zwischen 1170 und 1200. Die romanische Basilika wurde im 13. Jahrhundert errichtet...
am Schlossberg von Chemnitz wieder schön: altes Bauensemble am Fuße des Schlossbergs in Chemnitz
fränkisches Fachwerk am ältesten Chemnitzer HausDie Nahe der Schlosskirche blieben zum Glück nach aufwendiger Sanierung auch einige urig alte Häuser erhalten. Fränkisch im Fachwerk gibt sich die Ausspanne Schloßberg 4 mit den wieder entdeckten „Feuerböcken", einer besonderen Form des Andreaskreuzes. 1650-51 erbaut, ist es ältestes erhaltenes Haus von Chemnitz.
Ungewöhnlich ist auch das 1680 erstmals urkundlich erwähnt Kellerhaus Schloßberg 2. Dieses Fachwerkhaus mit Kelleranlage diente seit 1698 als Gasthaus.
Die Geschichte der Schloßmühle führt bis ins 13. Jh. zurück, 1600 wurde sie kartografisch erfasst, das heutige Gasthaus war eines der Nebengebäude.
Barockfassade am Siegertschen Haus am Markt von ChemnitzDie Johanniskirche ist vermutlich eine Gründung Kaiser Barbarossas.

Das älteste innerstädtische Wohnhaus, das Siegertsche, steht am Markt. Die Barockfassade wurde von Johann Christoph Naumann 1737 entworfen.

Weitere Wohnbauten aus vorindustrieller Zeit finden sich in den Randgebieten der Stadt.
barockes Herrenhaus in Chemnitz-RabensteinBarockes hinterließ die Unternehmerfamilie Siegert auch mit dem 1776 entstandenen Herrenhaus in Oberrabenstein.
Bedeutende Bauzeugnisse der vorindustriellen Zeit im heutigen Stadtgebiet - siehe Stadtteile Info:
- Burg Rabenstein (um 1170)
- Stiftskirche Ebersdorf (1410)
- Christuskirche Reichenhain (um 1300)
- Peter-Pauls-Kirche Mittelbach (1430, Anbau 1714)
- Jodokuskirche Glösa mit Pfarrhaus (um 1500)
- Kirche von Adelsberg (Pfarrhaus Ende des 17. Jh.)
- Kleinolbersdorfer Kirche Ende 17.Jh.?
- Wasserschloss Klaffenbach aus Anfang 18.Jh.
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