Architektur in Chemnitz
Überblick
vor Industriezeit bis 1800
Industrie- und Gründerzeit
Klassizismus 1800-1870
Industriebau 1800-1870
Industriebau 1871-1939
Historismus und Jugendstil
- öffentliches Bauen
- Schulen
- Villen
- Wohnungsbau
- Kirchenbau
Schon vor der Reichsgründung, bereits 1799 entstanden ersten vollmechanisierten Fabriken in Harthau, Furth und Wolkenburg. Die Harthauer (heute Stadtteil von Chemnitz) Baumwollspinnerei der Gebrüder Bernhardt, 1800 in Betrieb genommen, war die erste mit Wasserkraft angetriebene Spinnerei. Sie gilt als die älteste Fabrik Sachsens überhaupt und bot sich nach Revitalisierung der Umgebung mir dem Restbau geradezu als denkmalgeschütztes Altersheim an (4/2004).
Im ersten Drittel des 19. Jh. dominierten als Architekt für Chemnitzer Produktions- und Verwaltungsgebäude Johann Traugott Lohse, Uhlig und Johann Traugott Heinig. 
Bis über Mitte 19. Jh. wurde in Chemnitz in stark reduziertem Klassizismus gebaut. Lediglich die Proportionen und Gliederungen waren klassizistisch. Belege solchen Fürühen Rationalismus sind der Hauptbahnhof und die ebenfalls 1854 errichtete Schüffnersche Kattundruckerei Müllerstraße - wegen der vielen Fenster im Volksmund gern als Vogelbauer bezeichnet. Das venezianisch anmutende Haus am Fluß steht seit etwa 2000 leer und verfällt zusehends.
Eines der ersten Bauwerke, das dem Gliederungsschema der italienischen Neorenaissance folgte, war die Aktienspinnerei am Schillerplatz (Busbahnhof), 1859 fertiggestellt. Die Fabrik erhielt einen eigenen Bahnanschluß und beschäftigte zeitweilig so 3.000 Arbeiter und die Streikführerin Minna Simon. Dann diente das Haus als Nachkriegshotel, als Stadt- und Bezirksbibliothek, Kaufhaus "Glück Auf", Puppenbühne, Neue Sächsische Galerie. Mit Eröffnung DESTietz 2003 und Auszug der Einrichtungen stand das Gebäude für Jahre einsam grau.
Mit einem Kunstprojekt des Form Farbe Geste e.V. kam nicht nur Farbe an, sondern auch in die neue Kunsthütte.
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