Neues Bauen - rationell, zweckmäßig und in Form

Neues Bauen begann in Chemnitz 1926 mit dem Gebäude der Hamburger Architekten Hans und Oskar Gerson, steingebacken kubisch Das rationalistisch ausgerichtete (Dresdner/ Glockenstraße) 1926 unter den Hamburger Architekten Hans und Oskar Gerson. Der "hanseatische" Backsteinbau zeigt klarer kubische Form bei völligem Verzicht auf dekorative Elemente.
geschwungene Dynamik und moderne Versachlichung zeichnet das Verwaltungsgebäude der Wasserwirtschaft Chemnitz ausDem Beispiel folgten schnell einheimische Architekten, so Stadtbaurat Fred Otto 1927 mit dem Verwaltungsgebäude der Wasserwerke an der Theresenstraße.
Realgymnasium mit Sternwarte, 1930 in Chemnitz erbaut1930 wurde das Realgymnasium (DDR: Karl-Marx-Oberschule, kürzer KMOS) eingeweiht. Es hat eine kleine Sternwarte.
ein sachlich gehaltenes Gebäude Hohe Straße in Chemnitz, unter Art-déco-Einfluss als Klinkeranbau erstellt, muss man nicht lieben, auch wenn Justitia anmutig nackt über dem Eingang schwebt. Es fehhl ihr die Binde vor den AugenLandesgericht Chemnitz Hohe Straße 19 und 23
älterer Gebäudeteil - 1877-1879 nach Plänen der Landesbaumeister Nauck und Temper im italienischen Neorenaissancestil errichtet; nur noch Seitenflügel des Komplexes erhalten, Hauptgebäude mit Haupteingang zur Gerichtsstraße im Krieg zerstört; großzügiger Anbau entstand 1927(?) Jahre unter Art-deco-Einflüssen; L-förmiger Klinkerbau mit diagonal zwischen beide Flügel gestelltem Treppenhaus und zurück gesetztem Obergeschoss.
lange Zeit Sparkasse, bald Museum - dieser moderne Bau aus 1930 in ChemnitzDie bedeutendsten Werke Ottos sind die Sparkasse (1930, seit 2004 Museum) am Falkeplatz, und das Stadtbad.
Stadtbad in Chemnitz, zwar erst 1935 fertig gestellt, aber doch von Baubeginn und Gestaltung her Bauhaus der Weimarer Zeit, auch funktional und künstlerisch ansprechend Für das Stadtbad war 1927 Baubeginn. Es wurde wegen der Weltwirtschaftskrise erst 1935 unter Stadtbaurat Fred Otto vollendet.
Der Architekt Wagner-Poltrok brachte viel Modernes in Chemnitz ein, auch die Diesterwegschule in Gablenz 1929Auch Wagner-Poltrock entwickelte sich schnell zu einem modernen Architekten. Zeugnisse dafür sind das Eltwerk am Getreidemarkt (1929) und die Diesterwegschule in Gablenz.
Villa des Bau_rationalisten Max Feistel an der Kesselgartenstraße Chemnitz, 1928 erbautRadikalster Vertreter des rationalistischen Bauens war Max W. Feistel. Sein eigenes Wohnhaus auf dem Schloßberg war 1928 ein Versuch zur Industrialisierung des Bauens, dem Stahlskelett wurden Plattenverkleidungen aufgeschraubt. Konsequent modern gestaltet ist auch sein Wohnblock an der Hoffmannstraße mit großen Etagenwohnungen, der ebenfalls 1928 entstand.
 Das ehemalige Hauboldhaus an der Hoffmannstraße verkam schon fast zur Trümmerwüste 4/2004. Seit Ende 2006 darf man wieder einen Blick auf die einst so raren und wieder schönen Balkone im Hof werfen und sich an der schlichten Anmut der Architektur erfreuen.
Curt am Ende sorgte um 1930 mit dem mit Porphyrplatten verkleideten AOK-Gebäude in Chemnitzfür ein mEin bemerkenswertes Zeugnis der sachlichen Bauweise ist auch das AOK-Gebäude (1930/31) Müllerstraße 41. Der Chemnitzer Curt am Ende hat dabei erstmals die Fassade großflächig mit Porphyr verkleidet.

Den Garagenhof Ernst Wiesel haben Hans Schindler und das Büro Luderer & Schröder entworfen. Es war die erste derartige Anlage in Sachsen.
derehemalige Luxor-Palast in Chemnitz wurde wieder eines der modernsten Kinos in Sachsen - nun allerdings als CineStarCinestar, Hartmannstraße 9-11 1929 auf dem Gelände einer Maschinenfabrik und Färberei durch die Architekten Rümmler und Mehnert als Kino Luxur-Palast errichte, weist sachlich funktionale Gesamtgestaltung unter Verwendung von Art-deco-Elementen auf. 1996 wurde der komplexe Um- und Neubau des CineStar zu einem der größten und modernsten Kinocenter Sachsens beendet.

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